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“Ob ich dir meine Nummer geben darf”, wiederholte Taavi.
Skinny musste sich daran erinnern, den Mund zu schließen. Dem hübschen Kellner rutschte das charmante Lächeln aus dem Gesicht. “Entschuldige. Vergiss, was ich gesagt habe. Ich muss dich falsch eingeschätzt haben.”
“Äh”, stammelte Skinny, “nein, schon gut. Ich, äh, lass mich kurz…” Er fummelte nach seinem Handy und merkte, wie ihm das Blut in die Wangen stieg. Dann stockte er. “Hey, Moment mal! Willst du sagen, ich seh schwul aus?”
Taavi wurde kreidebleich. “Oh Gott, ich-”
“Ich meine, bin ich”, fügte Skinny hinzu. “Aber ich dachte eigentlich nicht, dass das so offensichtlich ist.”
Jetzt musste Taavi lachen. Es blubberte in ihm hoch und sprudelte ihm aus dem Mund. “Ehrlich gesagt, es war mehr deine Musikauswahl”, gab er zu. “In the Middle of the Night? Du hättest dir genauso gut eine Pride Flag umhängen können.”
Skinny, der im Begriff gewesen war, ihm sein Handy hinzuhalten, zog es blitzschnell wieder zurück. “Also, wenn du meinen Musikgeschmack beleidigen willst…”, hob er an, aber konnte sich nicht gegen das Grinsen wehren, das sich auf seinem Gesicht breitmachte.
“Bei Personalbeschwerden”, entgegnete Taavi und schnappte nach dem Handy, “kannst du dich gerne telefonisch an den Eigentümer wenden.”
