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Tief im Wald

Summary:

“Duuuu biiiiist kein Bääääär”, sang Peter leise vor sich hin. Auf nackten Füßen tappte er durch den Wald und zwang sich, sich nicht nach jedem Geräusch umzudrehen. “Du bist keeeeeiiiin Axtmörder!”

Notes:

Tag 29: panic / nature reserve

Work Text:

“Duuuu biiiiist kein Bääääär”, sang Peter leise vor sich hin. Auf nackten Füßen tappte er durch den Wald und zwang sich, sich nicht nach jedem Geräusch umzudrehen. “Du bist keeeeeiiiin Axtmörder!”

Es gab so viel bessere Erklärungen. Kaninchen. Füchse. Mäuschen. Der Wald war lebendig, das war doch schön. Und sicher, bei Tageslicht hätte Peter seinen Spaß damit gehabt, die Natur zu erkunden. Nicht so sehr bei Nacht, wo der Mondschein kaum durch das dichte Blätterdach drang.
Er hätte sich gar nicht erst vom Zelt entfernen dürfen. Was, wenn er nicht mehr zurückfand? Er besaß zwar einen erstklassigen Orientierungssinn, aber bei dieser Finsternis konnte er kaum die Hand vor Augen sehen.

War er an dieser Baumgruppe nicht schon vorhin vorbeigekommen? Möglicherweise lief er sogar noch tiefer in den Wald hinein, dorthin, wo es keine festgetretenen Pfade mehr gab. Und wo die Tiere noch nicht gelernt hatten, unbedarften Wanderern aus dem Weg zu gehen. Und wo Axtmörder in einem unbeobachteten Moment diverse Leichenteile verscharren wollten…

Peter blieb stehen. Er hätte nicht weiterlaufen können, wenn er gewollt hätte - und er wollte nicht. Vielleicht war es das beste, sich an Ort und Stelle auf den Boden zu setzen und auf den Morgen zu warten.

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