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Baby am Tatort

Summary:

„Ihr habt doch jetzt nicht wirklich euer Baby mit hergebracht?!“ „Siehst du doch, Baumann.“, zickte Adam zurück.

Notes:

Der Titel ist absoluter Trash, ich weiß...

Ich weiß außerdem, dass es wahrscheinlich mega weird ist, dass ihr Baby Lida heißt, aber ich finde den Namen mega schön und ich glaube, dass Leo und Adam sie schon irgendwie mochten.

Spatort-brainrot ist real, aber ich war noch nicht bereit, etwas über die neue Folge schreiben, also hat mein Kopf das hier ausgespuckt. In meinem Kopf war´s auch irgendwie lustiger, aber egal. Have fun.

Work Text:

Es war 02:13 Uhr und Adam lag wach. Wenn er sich ein bisschen angestrengt hätte, hätte er bestimmt auch schlafen können, aber der Anblick des wunderschönen Mannes neben ihm, hielt ihn wach.

Seit er und Leo zusammen waren, konnten sie beide viel besser schlafen. Leo hatte weniger Alpträume und Adam konnte tatsächlich, meistens recht schnell einschlafen, wenn Leo ihn nicht davon abhielt. Aber heute musste Adam seinem Mann einfach beim Schlafen zusehen. Leo atmete langsam und ruhig und sah so friedlich aus, dass es Adam fast das Herz zerriss. Vor Glück, weil er dabei sein durfte, weil er der Grund dafür war, dass es Leo so gut ging. Adam war unfassbar glücklich.

Gerade, als Leo sich im Schlaf näher an Adam kuschelte und seinen Arm um ihn schlang, klingelte das verdammte Handy auf dem Nachttisch. Adam griff hastig danach.

Esther rief an. Adam verdrehte die Augen und ging missmutig ran. „Ich hoffe, du hast einen triftigen Grund, um mitten in der Nacht anzurufen.“ „Klappe Schürk! Wir haben eine Leiche. Beweg´ deinen Arsch!“ Leo grummelte neben Adam etwas Unverständliches und Adam hätte Esther dafür töten können, dass sie Leo geweckt hatte. Sie hatte aber zum Glück bereits aufgelegt.

„Esther hat angerufen. Wir haben einen neuen Fall.“ Jetzt klang Adam wieder sanfter, schließlich redete er ja mit Leo.

„Wiespätisses?“, nuschelte Leo noch komplett müde und überfordert.

„Viertel drei.“ Leo machte einen entsetzten Laut. Er tat Adam leid. Er wollte einfach nur, dass Leo weiterschlafen konnte, aber die Arbeit rief nun mal.

„Was machen wir denn jetzt mit Lida? Wir können sie doch nicht alleine hierlassen. Meine Mutter will ich aber jetzt auch nicht wecken.“, sprach Leo den rosa Elefanten im Raum an. Der Elefant war allerdings ein kleines Mädchen, das im Nebenraum friedlich in seinem kleinen Bettchen schlief.

„Wir nehmen sie mit.“ Adam wühlte sich, zum Aufstehen bereit, aus der Bettdecke.

„Adam.“, warf Leo einfach nur vorwurfsvoll ein. „Was denn? Wir können es nicht anders machen.“ „Sie wird nachhaltig traumatisiert.“ Damit kannten sich Adam und Leo ja zur Genüge aus. „Sie schläft und außerdem müssen wir sie ja nicht mit zur Leiche nehmen. Hauptsache, sie ist hier nicht alleine. Jetzt steh´ auf.“ Adam hielt Leo die Hand hin und zog ihn aus dem Bett, obwohl sie beide wussten, dass Leo das auch alleine geschafft hätte.

Sie zogen sich beide an und Adam holte Lida aus ihrem Bettchen. Leo wartete bereits mit der Babyschale im Flur.

 

Am Tatort angekommen, schnallte Leo sich die Babytrage um und sie machten sich auf den Weg zu Pia und Esther.

„Ihr habt doch jetzt nicht wirklich euer Baby mit hergebracht?!“ „Siehst du doch, Baumann.“, zickte Adam zurück.

„Leo, schau dir das mal an. Sieht nach Ritualmord aus.“ Pia winkte ihn zu sich heran. „Halt!“, griff Adam ein. Leo drehte sich überrascht um. „Ich denke, du wolltest sie nicht nachhaltig traumatisieren.“ Adam grinste ihn frech an und begann ihr Baby wieder aus der Trage zu holen. Noch schlief sie. Die beiden hatten echt Glück, dass sie so ein ruhiges Baby war. „Warum schnallst du sie mir überhaupt um, wenn du sie mir jetzt wieder wegnimmst?“ Leo zog eine Schnute. „Hölzerchen, kommst du jetzt mal?“ Pia kam angelaufen. „Ja, warte. Ich werde gerade meines Kindes beraubt.“ Er hob abwehrend die Hände. Ehe Adam sich verteidigen konnte, hatte sich Pia auch schon auf ihn gestürzt, um sein Baby zu belagern. Sie streichelte ihr übers Köpfchen. „Die kleine ist wirklich soo zuckersüß!“ „Pia, kommst du jetzt? Ritualmord.“ Pia setzte sich widerwillig in Bewegung. Dafür begann Adam jetzt mit seinem Töchterchen zu knuddeln. Er redete mit ihr in Babysprache, als sie aufwachte und vergaß die Welt um sich herum komplett.

 

„Hat er das bei Jens-Jens auch so gemacht?“ „Ja! Das war wirklich schlimm. Er hat den Kater „Bärchen“ genannt. Mittlerweile ist es bei Lida aber schlimmer. Wahrscheinlich denkt er, dass sie sich sonst vernachlässigt fühlt.“ Esther lachte schallend und hämisch.

Adam blickte auf und sah sich umringt von seinen lachenden Arbeitskollegen, wovon er mit einem verheiratet war. Er schloss seine Arme noch beschützender um Lida. „Er hat echt starke Papabärinstinkte.“, bemerkte Esther lachend und doch fast anerkennend. „Klappe Baumann!“ „Oh Schürk, ich hoffe, sie hat mehr vom Hölzerchen, nicht, dass ihre ersten Worte noch eine Beleidigung sind.“ „Baumann, wie oft soll ich dir noch sagen, dass ich Hölzer heiße?“ „Hach, er ist so süß verliebt.“, grinste Pia.

„Lasst ihn jetzt in Ruhe, geht nach hause und schlafen. Sonst seid ihr morgen nicht auf der Höhe, um zu ermitteln.“

„Ist ja schon gut. Vergesst bloß nicht, dass ihr morgen dran seid, Hörnchen mitzubringen.“

 

Als sie wieder im Auto saßen und Adam Lida wieder in die Babyschale verfrachtet hatte, sagte Leo: „Du bist süß. Ich liebe dich.“

Dass er süß war, ließ Adam einfach unkommentiert. „Ich dich auch.“