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Archive Warning:
Category:
Fandom:
Relationship:
Characters:
Additional Tags:
Language:
Deutsch
Series:
Part 5 of We're so NOT ready for...
Stats:
Published:
2016-07-29
Completed:
2016-08-08
Words:
12,847
Chapters:
5/5
Kudos:
29
Bookmarks:
2
Hits:
1,198

We're so NOT ready for the Sexy Time

Summary:

Stiles will doch nur endlich für seine bevorstehende Prüfung lernen... was kann da schon schief gehen? Noch dazu wenn er mit einer ordentlichen Rückenverspannung zu kämpfen hat und sich Derek plötzlich in einen Pervywolf verwandelt, der nicht nur Magicfinger als verborgenes Talent besitzt...

Chapter 1: Von Magicfingern und Pervywölfen...

Chapter Text


Mit einem leisen Stöhnen lehnte sich der junge Mann so weit zurück, dass sein Rücken gegen die weiche Polsterung des Sofas stieß und er sich ein wenig entspannen konnte. Seine Schultern protestierten mit einem schmerzhaften Ziehen, als er seine Arme anhob um sich kurz zu strecken, weshalb er schnell wieder mit einem Keuchen zusammensackte und seinen Kopf hängen ließ.
Okay...
Vielleicht hätte er sich doch nicht auf den Teppichboden VOR die Couch setzen sollen, sondern es sich viel lieber AUF dem Ledersofa bequem machen sollen, aber... ein einziger Blick auf das Chaos um ihn herum reichte aus um ihn wieder daran zu erinnern, weshalb er sich für diese ungemütlichere Sitzgelegenheit entschieden hatte.
Auf dem Zweisitzer hätte er niemals Platz für so viel Studienmaterial gehabt...
Um den jungen Mann herum lagen Berge von Büchern, die teilweise aufgeschlagen oder mit hunderten von Einmerkern gespickt waren, eine Vielzahl an Skripten, wobei die Texte wild markiert worden waren und lose Blätter, etliche... etliche lose Blätter, die er wahrscheinlich nie wieder in seinem Leben ordentlich sortiert bekommen würde.
Er musste es sich wohl oder übel eingestehen...
Alleine der Gedanke daran, was er noch alles in den nächsten Tagen an Lernstoff in seinen Kopf prügeln sollte, war schier zum Verzweifeln.
Stiles ließ seinen Kopf seufzend noch ein Stück weiter nach unten sinken, bis sein Kinn fast seine Brust berühren konnte. Seine Muskeln wurden dabei unangenehm überdehnt und er hatte das Gefühl, dass jemand gerade ein Messer zwischen seine Schulterblätter gerammt hatte, aber er wusste, dass er die Verspannung in seinem Rücken anders wahrscheinlich nicht los werden würde.

Es wäre alles viel einfacher gewesen, wenn er die letzten eineinhalb Wochen nicht nutzlos in seinem Bett hätte verbringen müssen.
Und alles nur wegen so einer bescheuerten Erkältung!
Pah...
Wenn es nach Stiles gegangen wäre, dann hätte er sich am zweiten Tag schon wieder aus dem Bett gequält, auch wenn das hohe Fieber und die Gliederschmerzen eindeutig dagegen gesprochen hatten, aber... dank eines gewissen sturen, uneinsichtigen, überfürsorglichem Werwolfs war ihm dies leider verwehrt geblieben.
Derek - „the Watchdog“ - Hale hatte ihn wie eine verdammte Glucke bewacht und dafür gesorgt, dass er nicht einmal ans Lernen hatte denken können.
Tja... und das war auch der Grund, weshalb sich Stiles nun in dieser misslichen Lage befand.
Ihm fehlten eineinhalb Wochen intensives Lernen für seine bevorstehende Prüfung und langsam aber sicher machte sich eine gewisse Panik in seinem Inneren breit, da er das Gefühl hatte, absolut NICHTS zu können...
Er war zum kläglichen Scheitern verdammt!

Stiles war durch seinen innerlichen Nervenzusammenbruch so sehr abgelenkt, dass er nur am Rande mitbekam, wie die große Metalltüre des Lofts aufgeschoben wurde. Erst als sie mit einem lauten Knall wieder ins Schloss fiel, zuckte der Jurastudent einmal verschreckt zusammen und sein Blick schnellte nach oben, was auch sofort mit einer erneuten Schmerzenswelle, die durch seine Schultern jagte, bestraft wurde.
Einzig der Anblick, der sich ihm bot, lenkte Stiles jedoch von seinem Leiden wieder erfolgreich ab.
Wie sollte es auch anders sein?
Wenn man vom Teufel – oder in diesem Falle eher Werwolf – sprach...

Stiles ließ seinen Blick einmal von oben nach unten schweifen und ohne es zu wollen, breitete sich ein kleines Lächeln auf seinen Lippen aus.
Der dunkelhaarige, großgewachsene Werwolf balancierte mit Leichtigkeit zwei prall gefüllte Einkaufstüten auf einem Arm, während er seine Lederjacke an der Garderobe aufhing.
Sein dunkelrotes Henleyshirt rutschte ihm dabei ein Stück weit nach oben und Stiles Blick blieb unweigerlich an einer ganz bestimmten Stelle hängen.
Verlockend blitzte ein kleiner Streifen Haut zwischen dem weichen Stoff des Oberteils und der dunklen Jeans hervor.

Es war wie einer dieser fiesen Teaser für Kinofilme, auf die man ewig wartete!
Man wollte unbedingt mehr sehen...
Mehr von der weichen, leicht gebräunten Haut, die sich über die wohlgeformten Bauchmuskeln des Werwolfs spannte...
Mehr von diesen feinen Härchen, die an Dereks Bauchnabel dichter wurden und wie ein vielversprechender Pfad in der Jeans verschwanden...
Mehr von dieser ganz bestimmten Vertiefung in Dereks Hüfte, die Stiles einfach nur vergötterte und am liebsten in einem Foto verewigt über sein Bett aufgehängt hätte...
Leider waren diese verfluchten Teaser genauso schnell wieder vorbei, wie sie begonnen hatten.
Derek ließ seinen Arm wieder sinken und das Oberteil rutschte an die ursprüngliche Stelle zurück, während der Dunkelhaarige das Gewicht der Einkaufstüten wieder gleichmäßig auf seinen Armen verteilte.

„... hey... Stiles! HEY!“
Der junge Mann zuckte überrascht zusammen, als er regelrecht angeknurrt wurde.
Derek starrte ihn mit zusammengezogenen Augenbrauen an und erst jetzt wurde Stiles bewusst, dass der Werwolf wohl schon mehrmals versucht hatte, seine Aufmerksamkeit zu erregen.
Ein dümmliches „Huh?“ war das Einzige, was über Stiles Lippen kam. Zu mehr war er im Moment einfach nicht fähig, auch wenn Derek daraufhin nur genervt die Augen verdrehte.
„Hat dir das Lernen jetzt deine letzten funktionierenden Gehirnzellen geraubt?“
Autsch... Da war jemand aber mal wieder überfreundlich!
Natürlich war der Werwolf nicht begeistert von dem Marathonlernen gewesen, das sein Freund momentan an den Tag legte. Vor allem, da ihm die letzten Überbleibsel der Erkältung immer noch in den Gliedern steckten und er sich wenn es nach Derek ging noch weiter ausruhen sollte...
Aber dafür hatte er nun einmal einfach keine Zeit mehr!

Stiles Gesicht verzog sich zu einer Grimasse, während er beobachtete, wie der Ältere aus seinen Schuhen schlüpfte und schließlich in Richtung Küche abmarschierte.
Ein Vorteil hatte das Loft auf jeden Fall...
Dadurch dass sie hier keine ordentlichen Raumtrenner besaßen, hatte man immer einen freien Blick, weshalb es Stiles auch gestattet war den Werwolf mit einem vorwurfsvollen Gesichtsausdruck nicht aus den Augen zu lassen.
„Ha... fucking... HA! Was haben wir gelacht!“, murmelte der Braunhaarige vor sich hin, wobei er sich sehr wohl bewusst war, dass ihn Derek mit seinem ausgeprägten Gehör auch vom anderen Ende des Raumes aus verstehen konnte.
Der Werwolf warf auch sofort einen kurzen, amüsierten Blick über seine Schulter, ehe er sich daran machte die Einkäufe auszupacken.

Schmollend rutschte Stiles noch ein Stück tiefer, so dass seine Beine fast schon den Couchtisch erreichen konnten, den er vorhin aus Platzgründen weiter weg geschoben hatte.
„Tss... nicht einmal eine ordentliche Begrüßung bekommt man hier mehr. Sticheleien und mitteilungsbedürftige Augenbrauen... das ist das Einzige...“, grummelte er vor sich hin und verschränkte die Arme vor der Brust.
„Als ob ein Stilinski nur von bissigen Kommentaren und griesgrämigen Gesichtsausdrücken leben könnte... Auch ich habe Bedürfnisse...“
Aus den Augenwinkeln konnte Stiles erkennen, wie der ältere Mann kurz innehielt, bevor er das frische Obst in eine Glasschale füllte. Mit einem kleinen Grinsen fuhr Stiles deshalb ungerührt fort, wohl wissend, dass Dereks Aufmerksamkeit gerade eher bei ihm als beim Aufschichten der Bananen und Äpfel lag.
„Ist es denn zu viel verlangt? So ein bisschen Zuneigung und ein paar liebevolle Worte am Tag? Oder wenigstens einen klitzekleinen Begrüßungskuss...“
Ein prüfender Blick zur Seite, versicherte Stiles, dass Derek mittlerweile nicht einmal mehr vorgab aufzuräumen sondern sich in der Zwischenzeit zu dem jüngeren Mann umgedreht hatte und ihn eingehend musterte.
„Naja... Aber eigentlich hätte ich es ja wissen müssen...“
Mit einem übertriebenen, fast schon theatralischem Seufzen lehnte Stiles sich weiter zurück, so dass seine Schultern sich in das Sofapolster bohrten und er den Kopf in den Nacken legen konnte.
„Einmal ein Griesgramwolf... immer ein-“
Weiter kam er nicht.

Ein leises Murren war die einzige Vorwarnung, ehe besagter Griesgramwolf einem Raubtier gleich, über die Rückenlehne des Sofas sprang und mit einer geschmeidigen Bewegung neben Stiles Kopf landete.
Die großen, rauen Hände des Werwolfs legten sich erstaunlich sanft auf die Wangen von Stiles und hielten ihn somit ruhig. Keine Sekunde später konnte der überraschte Mann nur kurz japsend Luft holen, als sich auch schon die Lippen des Werwolfs fest auf seine Eigenen pressten und jedes weitere Wort im Keim erstickt wurde.
Zwar hatte Stiles gehofft  mit seinem kleinen Seitenhieb eine Reaktion zu provozieren, aber dass Derek ihn gleich ansprang wie ein besessenes, wildes Tier hätte er auch nicht erwartet.
Beschweren würde er sich darüber aber definitiv nicht!
Im Gegenteil...

Mit einem leisen Stöhnen öffnete er seinen Mund und erwiderte mindestens genauso euphorisch den Kuss, der langsam aber sicher immer leidenschaftlicher wurde.
Derek musste sich durch ihre unterschiedlichen Sitzpositionen weit zu ihm herunterbeugen, was nicht gerade sonderlich bequem für ihn war, weshalb er schließlich seine Hände von Stiles Wangen nach unten gleiten ließ.
Er streifte dabei über Stiles Hals bis hin zu seinem Oberkörper, wobei er kurz zögerte als er über die Brustwarzen des Jüngeren streichelte und durch das dünne T-Shirt hindurch spüren konnte, wie sie härter wurden.
Stiles erschauderte unter der Berührung des größeren Mannes, während er seinen Rücken durchbog und sich Derek mehr entgegen reckte.

Schließlich wanderten die Hände des Werwolfs weiter, bis er unter die Arme von Stiles greifen konnte.
Schwungvoll wollte er ihn mit auf die Couch ziehen, aber der Kleinere drehte plötzlich seinen Kopf mit einem schmerzerfüllten Stöhnen zur Seite und bereitete somit dem Kuss ein jähes Ende.
Sofort ging der dunkelhaarige Werwolf ein wenig auf Abstand.
Ein besorgter Ausdruck machte sich in seinen graugrünen Augen breit, während er beobachtete wie sich Stiles mit seiner rechten Hand an die linke Schulter griff und unter Schmerzenslauten versuchte seine verspannten Muskeln zu massieren.
Ein aussichtsloses Unterfangen...

Derek rutschte bis an die Kante des Sofas, so dass er seine Füße auf den Boden abstellen konnte.
„Vielleicht solltest du wirklich mal eine Pause einlegen...“, sagte der Werwolf und griff sanft nach Stiles Schulter. Er brachte den Jüngeren so weit aus dem Gleichgewicht, dass er leicht zur Seite kippte, bis er sich bequem gegen Dereks Unterschenkel lehnen konnte.
Stiles gab nur ein missbilligendes Schnauben von sich.
„Ich hab keine Zeit für Pausen!“
„Hmmm...“
Und da war es wieder... das typische griesgrämiges Derek-Hale-Murren...
Stiles rechnete felsenfest damit, dass der Werwolf gleich beleidigt den Rückzug antreten und sich wieder seinen Einkäufen zuwenden würde, allerdings wurde er schnell eines Besseren belehrt.
Stattdessen beugte sich Derek noch weiter nach vorne, sodass er beide Hände auf Stiles Schulterblätter legen konnte und raunte ihm ins Ohr.
Das war alles andere als ein Rückzug, das war ein eindeutiger Vorstoß!
„Also gut... aber dann lass mich dir wenigstens helfen. Ich denke nicht, dass es sonderlich angenehm ist mit einem verspannten Rücken zu lernen.“
Vorwitzige Finger streiften über Stiles Nacken und zogen schließlich den Kragen ein wenig nach unten, so dass sie die freigelegte, warme Haut darunter berühren konnten.

„D... Derek...“
Stiles war überrascht wie heiser seine Stimme klang... und dieses Mal lag das bestimmt nicht an einer fiesen Erkältung, sondern vielmehr daran, dass sich ein erregendes Kribbeln in seinem ganzen Körper ausbreitete und ihn schier verrückt machte.
Als Stiles jedoch die plötzliche Hitze spüren konnte, die von Dereks Fingern ausging und nur eines bedeuten konnte, ebbte dieses Hochgefühl auch sofort wieder ab.
„Stopp... Warte!“
Schwungvoll drehte er sich zur Seite und sorgte so dafür, dass Dereks Hände aus seinem Nacken glitten und er dem Werwolf in seiner verrenkten Haltung, die er so eingenommen hatte, direkt ins Gesicht sehen konnte.
Kurz blitzte ein verletzter Ausdruck in den graugrünen Augen auf, bevor sich der Ältere soweit wieder unter Kontrolle hatte, dass nur noch eine gewisse Irritation zu erkennen war.

„S... sorry“, murmelte Stiles, da er keineswegs Derek in irgendeiner Art und Weise verärgern, oder gar verletzen wollte...
Aber so wie das aussah, hatte er das leider schon geschafft.
Die Augenbrauen des Werwolfs zogen sich leicht zusammen und auf Stiles machte es fast schon den Eindruck als hätte sich der Ältere in sein Schneckenhaus zurückgezogen... als wäre da plötzlich wieder diese unsichtbare Mauer zwischen ihnen, die Stiles in den letzten Monaten eigentlich Stück für Stück erfolgreich abgerissen hatte.
Derek wollte sich gerade von dem Sofa erheben, als er plötzlich am Handgelenk gepackt wurde und bestimmend zurück gezogen wurde.

„Hey... das war echt nicht böse gemeint!“
Stiles musste sich ein wenig zur Seite lehnen um auch wirklich in das nun verschlossene Gesicht seines Freundes sehen zu können.
„Aber du warst drauf und dran dein Werwolfsmojo bei mir einzusetzen...“
Die dunklen Augenbrauen des Werwolfs wanderten ein Stück nach oben und Derek machte schon Anstalten zu widersprechen, jedoch kam ihm Stiles zuvor.
„Ah ah... du brauchst gar nichts zu leugnen. Als ob ich die Anzeichen nicht erkennen würde... Deine Magicfinger haben dich verraten...“
Bei diesen Worten wackelte der angehende Jurist grinsend einmal mit seinen eigenen Fingern um seine Aussage nochmal zu unterstreichen.
Natürlich hatte er bemerkt, was Derek vorgehabt hatte.
Es war ein Leichtes für ihn, Stiles von seinen Schmerzen zu befreien, sie in sich selbst aufzusaugen, aber... leider hatte diese besondere Gabe des Werwolfs auch einen ausschlaggebenden Nachteil.
„Du weißt doch ganz genau, dass ich nach dieser Aktion immer zu nichts mehr zu gebrauchen bin...“, sagte Stiles schließlich vorwurfsvoll.
Er wurde nämlich jedes Mal regelrecht außer Gefecht gesetzt, wenn Derek seine Schmerzen linderte. Es war wie ein Ausschaltknopf, den er dadurch betätigte... als würde sich das gesamte Stilinski-System einmal komplett herunterfahren und es dauerte Stunden bis es wieder zu einem Neustart bereit war.
Und das war das Letzte was Stiles so kurz vor der Prüfung gebrauchen konnte...

„Hmm...“
Derek fuhr sich mit seiner Hand einmal über den Dreitagebart ehe er sich verlegen im Nacken kratzte, was dafür sorgte, dass es bei Stiles plötzlich Klick machte...
„Warte mal... das... das war deine volle Absicht, oder? Das war genau das, was du wolltest...“
Die honigfarbenen Augen weiteten sich ein Stück und der Mund des jungen Mannes klappte ein wenig auf, während er zusehen konnte, wie sich unter dem Bart von Derek langsam aber sicher eine gewisse Schamesröte breit machte.
„Du wolltest mich echt außer Gefecht setzen indem du dein Werwolfsmojo als Roofies einsetzt... wow... okay... ähm...“
Stiles rang ein wenig nach Worten – und das sollte definitiv etwas heißen, wenn er einmal sprachlos war – ehe er sich wieder gefangen hatte und auf einmal mit seiner Faust gegen Dereks Unterschenkel boxte, während er den Älteren gespielt böse anfunkelte.
„Du elender Mistkerl! Das ist ganz schön hinterhältig von dir... und irgendwie... auch ziemlich unanständig. Wer hätte gedacht, dass du so ein Pervywolf bist...“
Dereks Mund verzog sich bei diesen Worten doch tatsächlich zu einem kleinen Schmollen, während die Röte sich mittlerweile über seinen Hals hinab bis hin zu seinem Schlüsselbein zog, das unter dem engen Henley hervorblitzte.
„Keine Ahnung was in deinem Kopf für abartige Gedanken herumschwirren, aber ich wollte nur helfen...“, verteidigte sich der Werwolf schließlich.
„Hmm... klar... helfen ist in dem Fall dann ein Synonym für schamlos verführen, oder?“
„...Du bist echt ein Idiot! Ich wollte dich bestimmt nicht durch irgendwelche billigen Tricks gefügig machen...“

Derek gab dem kleineren Mann einen spielerischen Stoß, jedoch hatte er seine übernatürlichen Kräfte ein wenig unterschätzt, oder aber sein Freund war immer noch nicht ganz so fit, wie er es gerne hätte, da Stiles mit einem erstickten Keuchen nach vorne kippte.
Beinahe hätte er mit dem Gesicht den Teppichboden geküsst, wenn Derek ihn nicht rechtzeitig an der Schulter gepackt hätte.
„Autsch... verdammt!“
Scharf sog Stiles die Luft zwischen den Lippen ein und versuchte die plötzliche Schmerzexplosion einfach wegzuatmen, jedoch hatte er das Gefühl, dass sich dieses Stechen mittlerweile von seinen Schultern bis hin zu seinen Hüften zog. Wahrscheinlich hatte er sich einfach nur irgendeinen Nerv eingeklemmt, aber... es fühlte sich eher danach an, als würde jemand versuchen ihm das Rückgrat herauszureißen... und nur so zur Info.
Das war KEIN schönes Gefühl!

Nur am Rande bekam Stiles mit, wie Derek ihm ein reumütiges „Tut mir Leid“ ins Ohr hauchte und sich schließlich auf der Couch neu positionierte.
Erst als er rechts und links von sich plötzlich die warmen Unterschenkel des Älteren spüren konnte, wurde Stiles bewusst, dass er nun nicht mehr neben, sondern zwischen den gespreizten Beinen seines Freundes saß.
Die großen Hände des Werwolfs kehrten auf Stiles Schultern zurück. Noch bevor er überhaupt protestieren konnte, übte Derek mit seinen Fingern einen sanften Druck aus.
„Keine Panik... ich verspreche mein Werwolfsmojo, oder wie du das auch immer nennen magst, für mich zu behalten, aber...“
Die Hände streiften angenehm über die verspannten Muskeln in Stiles Schultern und nur schwer schaffte es der junge Mann ein Stöhnen zu unterdrücken.
„Meine Magicfinger können dir auch anders helfen!“
Dereks Atem traf ihn im Nacken und sorgte für eine Gänsehaut, die sich von dieser Stelle aus über seinen ganzen Körper ausbreitete.
Es wurde von Sekunde zu Sekunde schwerer einen klaren Gedanken, geschweige denn einen Protest zu formulieren.